Symptome und Ursachen zum Raucherbein

Was ist ein Raucherbein? Symptome, Ursachen, Prävention und Therapie

Starke Raucher sind häufig von unterschiedlichen Krankheiten bedroht. Durch Sauerstoffmangel, Durchblutungsstörungen und vermehrte Schleimbildung leiden die betroffenen Raucher unter anderem häufig an Raucherhusten oder auch dem sogenannten Raucherbeinen.

Raucher wissen genau welche gesundheitlichen Risiken die Zigaretten in sich bergen. Trotzdem können sie nicht aufhören, weil die Schockmethode (das zeigen von Bildern mit diversen Krankheiten) einfach nicht funktioniert. 

Dieser Artikel soll niemandem Angst machen, sondern ist eine objektive Ansammlung von Fakten. Er beantwortet insbesondere folgende Fragen:

  • Was ist ein Raucherbein?
  • Was sind die Symptome der Krankheit?
  • Welche Stadien hat die Krankheit?
  • Ist ein Raucherbein heilbar?
  • Ab welchem Alter ist ein Raucherbein wahrscheinlich?
  • Wie kann man die Entstehung des Raucherbeins frühzeitig verhindern, sodass du nicht daran erkrankst?

Was ist ein Raucherbein?

Der Fachbegriff für das Raucherbein ist periphere, arterielle Verschlusskrankheit (PAVK).

Bei der PAVK kommt es zu Verengungen in den Arterien. Auslöser des Raucherbeins ist also die Arterienverkalkung, auch bekannt unter dem Fachbegriff Arteriosklerose. Durch die Verengung der Arterien kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen und das Gewebe wird nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Im schlimmsten Fall droht dem Patienten die Amputation der betroffenen Gliedmaßen.

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Was sind die Symptome des Raucherbeins?

Das Raucherbein ist auch „Schaufensterkrankheit“ genannt.

Warum Schaufensterkrankheit? Durch stechende Schmerzen in den Beinen fällt es den Betroffenen schwer, längere Strecken schmerzfrei zu gehen. Dadurch müssen sie beim Laufen sehr oft Pausen einlegen. Um nicht aufzufallen, schauen sie sich dann Schaufenster an.

Die Hauptursache der Wadenschmerzen sind Durchblutungsstörungen, die unter anderem auch durch Rauchen hervorgerufen werden können. Es gibt einige typische Symptome, an denen Du erkennen kannst, ob es sich um ein Raucherbein handelt. 

Bei den Symptomen unterscheiden wir vier Stadien sowie den akuten Notfall.

1. Anfangsstadium – Vermehrtes Kribbeln in den Beinen kann ein Anzeichen eines Raucherbeins sein

Im ersten Stadium werden sehr häufig noch geringe Beschwerden oder Schmerzen verspürt. Daher bleibt das Raucherbein im Anfangsstadium oft unbemerkt.

Durch die Verengung der Arterien kann es in der Nacht vermehrt zu Kribbeln und Taubheitsgefühlen kommen. Wenn du ein Kettenraucher bist, solltest du dir in diesem Stadium Gedanken über deine Gesundheit machen.

Übelkeit nach rauchen

2. Stadium – stechende Schmerzen

Das erste unmissverständliche Anzeichen für die Krankheit ist ist ein stechender Schmerz in den Beinen. Der Schmerz kann sowohl im Oberschenkelbereich als auch in den Waden auftreten. Je nachdem, wo genau die Arterie verschlossen ist, kann es auch zu Schmerzen im Gesäß und in den Füßen kommen.

Außerdem wird die Haut blass, wenn die Beine hochgelagert werden und rot-bläulich, wenn sie gesenkt werden.

Ein weiteres Anzeichen sind Veränderungen an den Zehennägeln und Haarausfall an den Beinen. Die Beine und Füße werden zudem von den Betroffenen häufig als kalt empfunden.

3. Drittes Stadium – Verschlechterung des Zustands

Im dritten Stadium des Raucherbeins treten die oben gennanten Symptome und typischen Schmerzen auch dann auf, wenn der Körper sich im Ruhezustand befindet. 

4. Viertes Stadium – Verletzungen heilen nur noch langsam

In diesem Stadium hat der Körper Schwierigkeiten mit dem Regenerationsprozess. Es heilen kleinsten Verletzungen nicht mehr richtig ab. Es kommt vermehrt zu schweren Entzündungen sowie Gewebeschäden bis hin zum Absterben von Gewebe.

Akuter Notfall – Das Endstadium des Raucherbeins

Der Endstadium ist erreicht, wenn sich die Arterie durch Blutgerinnsel oder Verkalkungen vollständig verschließt. Lähmungserscheinungen, ein Kreislaufschock und das Absterben von Gewebe sind eine der Folgen eines unbehandelten Notfalls. In akuten Fällen kann sogar die Amputation von Beinen, Füßen oder Zehen notwendig sein.

Die Entstehung des Raucherbeins frühzeitig verhindern

Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die an der Entstehung des Raucherbeins beteiligt sind.

Dazu gehört unter anderem das Rauchen. Weitere Faktoren, die die Entstehung des Raucherbeins begünstigen sind

  • Bewegungsmangel,
  • falsche Ernährung,
  • ein hoher Cholesterinspiegel,
  • Diabetes,
  • Gicht und
  • Übergewicht.

Dem aufmerksamen Leser dürfte aufgefallen sein, dass viele der genannten Risikofaktoren zusammenhängen.

Der Konsum von schwer verdaulichen, tierischen Transfetten führt dazu, dass du dich träge und schlapp fühlst.

Das führt zu einem Mangel an Bewegung und lässt den Cholesterinspiegel in die Höhe schießen. Die Folgeerkrankungen sind dann Diabetes, Gicht und Adipositas. Durch Rauchen werden dem Körper zusätzlich Giftstoffe verabreicht und Sauerstoff entzogen, was im schlimmsten Fall Raucherbein oder Raucherhusten zur Folge hat.

Ist das Raucherbein heilbar?

Das ist eine häufige Frage unserer Seminarteilnehmer. Früher oder später bekommen wir es alle doch mit der Angst zu tun (Angst ist jedoch nicht die effektivste Methode um mit dem Rauhen aufzuhören)

Ob eine Therapie wirksam ist hängt bei der PAVK davon ab, in welchem Stadium die Behandlung beginnt. Bei der Behandlung in den ersten beiden Stadien kann von einem operativen Eingriff noch abgesehen werden.

Behandlung im ersten Stadium

Die Therapie im ersten Stadium sieht vor allen Dingen die Ursachenbekämpfung vor. Ist der Patient Raucher, wird zunächst die Rauchentwöhnung durchgeführt. Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist empfehlenswert. Auf tierische Produkte sollte weitgehend verzichtet werden. Außerdem ist eine ausreichende Sauerstoffzufuhr für die Heilung ausschlaggebend. Daher sind Spaziergänge an der frischen Luft sowie Atemübungen sehr heilungsfördernd. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, werden gegebenenfalls zusätzlich Medikamente verabreicht.

Behandlung in den Stadien Zwei und Drei

Hier besteht die Therapie darin, den Patienten in Absprache des behandelnden Arzt eine gewisse Strecke gehen zu lassen. Die Bewegungstherapie sollte weitgehend schmerzfrei erfolgen. Wenn der Patient bereits unter starken Schmerzen leidet, werden außerdem Medikamente verabreicht, die Schmerzen lindern sollen und die Durchblutung verbessern.

Behandlung im Endstadium

Im vierten Stadium und im Endstadium wird operativ die Erweiterung der Arterien vorgenommen. Mithilfe eines Katheters wird die verengte Stelle der Arterie wieder gedehnt, um den ungehinderten Blutfluss zu gewährleisten. Ist die Verengung in der Arterie allerdings zu starr oder erstreckt sich über einen sehr langen Abschnitt, kann die Ablagerung ausgeschält werden. Wenn die Arterienverkalkung so stark fortgeschritten ist, dass das Gewebe abstirbt, dann bleibt als letzte Möglichkeit nur noch die Amputation.

Ab welchem Alter ist ein Raucherbein wahrscheinlich?

Ein Raucherbein musst du nicht erst mit 50 Jahren fürchten. Es ist wissenschaftliche erwiesen, dass bei männlichen Patienten bereits vor dem 55. Lebensjahr ein Raucherbein auftreten kann. Die Wahrscheinlichkeit, in einem sehr jungen Alter ein Raucherbein zu bekommen, ist gering. Aufgrund erblicher Vorbelastung kann es jedoch auch bei jungen Menschen vorkommen. Je größer die Risikofaktoren, desto früher beginnt auch der Prozess der Gefäßverkalkung.

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Gibt es Alternativen zu Medikamenten und Operation?

Zu Beginn der Krankheit ist eine Therapie mit alternativen Heilmethoden ohne Medikamente möglich. Mit einer gesunden, ballaststoffreichen und ausgewogenen Ernährung kannst du viel bewirken. Ein gesundes Maß an Bewegung ist ebenfalls sehr heilungsfördernd. 

Du kannst zum Beispiel mit leichten Spaziergängen und tiefen Atemzügen in der Natur anfangen. Sehr gut für die Sauerstoffversorgung deines Körpers ist auch Yoga. Beim Yoga verbindest du die Bewegungsabläufe mit tiefen und gleichmäßigen Atemzügen. Damit versorgst du deinen Körper nicht nur mit Sauerstoff. Durch die entspannenden Bewegungsabläufe verringert du außerdem das Rauchverlangen.

So stärkst du deine Arterien

Gesunde und starke Arterien bekommst du zum Beispiel, wenn du regelmäßige Heiß-Kalt-Wechselduschen oder Wassertreten praktizierst. Für die Entkalkung deiner Arterien sind Omega 3 Fettsäuren, die Vitamine A,C und E, Calcium, Magnesium und Natrium besonders empfehlenswert. Ballaststoffe helfen dir bei der Verdauung, grüner Tee regt deinen Stoffwechsel an und wirkt sich günstig auf deinen Cholesterinspiegel aus.

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